20.06.12

Dunkle Wasser (Mary Jane Beaufrand)

(Da ich meinen Blog in der letzten Zeit ziemlich vernachlässigt habe, kommt jetzt noch ein zweiter Post hinterher! Diese Rezension habe ich schon vor einiger Zeit verfasst!)) 



Als ich aufwachte, war der Fluss in einer neuen Stimmung. Ich dachte, ich würde jedes seiner Geräusche kennen. Wenn er hohes, schlammiges Wasser führte, schien er zu schreien; wenn das Wasser trügerisch niedrig und besänftigend dahinfloss, klang es fast wie ein Wiegenlied, eins von denen schönen, aber richtig brutalen. Ich hatte den Fluss wütend gehört, ich hatte ihn verspielt gehört, doch bis zu jenem Morgen, hatte ich noch nie gehört, wie der Fluss trauerte.

Inhalt:
Wegen eines Burn-Outs ihres Vaters, zieht Ronnie mit ihrer Familie von der Großstadt in ein kleines Dorf abseits der Zivilisation. Ihre Mutter hat dort eine kleine beschauliche Pension geerbt und leitet diese mit Leib und Seele. Ronnie ist alles andere als begeistert und wünscht sich nichts sehnlicher als ihr altes Leben in der Großstadt zurück. Immer von Menschen umgeben, mit denen sie eigentlich nichts anfangen kann, 'flüchtet' sie sich quasi ins Joggen, wo sie für eine gewisse Zeit für sich sein und ihren Gedanken nachgehen kann. Jeden Morgen läuft sie ihre Strecke ab, wo sie auch an einem Fluss vorbei kommt.
So wie auch an jenem Morgen als das Unglück passiert: Sie finden die kleine Karen tot am Ufer des Flusses, jenes kleine Mädchen von ihren Nachbarn, das ihre einzige wirkliche Bezugsperson war, und ist am Boden zerstört. Alle Indizien deuten darauf hin, dass es ein Unfall war, doch Ronnie kann das nicht glauben. Sie begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und muss schon bald feststellen, dass auch so ein kleines Dorf das ein oder andere dunkle Geheimnis hat.

Meine Meinung:
Ein spannender und auch nervenaufreibender Jugendthriller, der mich in seinen Bann gezogen hat. Ich fand das Buch wirklich gut. Der Schreibstil ist einfach gehalten, sodass ich keine Probleme hatte, der Handlung zu folgen. Des weiteren fand ich auch gut, dass es einen roten Faden gab, an dem man sich während des Lesens entlang hangeln konnte und ich am Ende dachte:' Achso, deswegen kam das darin die ganze Zeit vor' (Natürlich verrate ich an dieser Stelle nicht, was genau gemeint ist ;) )
Wenn man erwartet, dass es sehr blutig zur Sache geht, der wird enttäuscht werden. Es ist nun mal ein Jugendthriller und die Autorin hat die Situationen, wo es blutig werden könnte, souverän gelöst. Ich lese sehr selten Thriller, aber dieser hier aus dem Jugendbuchbereich war eine willkommene Abwechslung und etwas nettes für Zwischendurch.

Fazit:
Wer also Lust hat einen spannenden, emotionsgeladenen und dramatischen Jugendthriller zu lesen, der ist bei diesem Buch genau richtig. Es zieht einen vom ersten Moment an in seinen Bann und man wird von Anfang an in die Geschichte hineingezogen und von einer Welle von Dramatik und Spannung mitgerissen.

 

5 / 5 Sterne

 


Kommentare:

  1. Das hört sich sehr interessant an :) Tolle Rezension

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön :) Das Buch liest sich auch sehr gut ;)

      Löschen